Teilnehmerstimmen

Das sagen Teilnehmer, die mit Stefan und Andreas bereits eine Unternehmerreise erlebt haben
(2015 und 2017 im Grand Canyon)

So wurde der Löwe Konrad geboren

„Es gab einige prägende Moment im Canyon, wo ich ganz deutlich meine Kraft spürte und bewusst gesehen habe, was in mir steckt. So wurde der Löwe Konrad geboren und das war die entscheidende Wendung in meinem Leben. Mit Stefans Techniken habe ich diese Energie noch einmal verfestigt und konnte sie in meinen Alltag nach der Reise mitnehmen. Heute, zwei Jahre später, erlebe ich den Löwen Konrad jeden Tag.“ / Weiterlesen

Eine grosse Erkenntnis

„Auf der Reise hatte ich eine große Erkenntnis: Bisher war ich häufig nur ein passiver Teilnehmer meines eigenen Lebens. Mit Hilfe von Stefans Übungen habe ich das erkannt, überwunden und den Grand Canyon als ein anderer Ludwig verlassen. Diese Reise ist lebensverändernd, hochgradig emotional und von nachhaltiger Wirkung - ich würde sie auf jeden Fall weiterempfehlen.“ / Weiterlesen

Eine Reise zu mir selbst

„Die Tage im Grand Canyon waren eine Reise zu mir selbst. Jetzt lasse ich mich längst nicht mehr so fremd bestimmen und erfülle nicht mehr nur das, was alle anderen wollen, sondern ich spüre, was gut für mich ist und gehe dem nach. Die Reise hat mir geholfen, meinen eigenen Weg zu gehen.“ / Weiterlesen

Viel Veränderung danach

„Mir hat diese Reise geholfen, zum ersten Mal richtig in mich hineinzuhorchen. In der Zeit danach hat sich für mich ganz viel verändert. Ich hätte diese Reise schon ein Jahr früher machen sollen.“ / Weiterlesen

Ein radikaler Schnitt

„Diese Reise war ein radikaler Schnitt, um mich selbst neu zu positionieren und zu reflektieren. Ich bin sie sehr gestresst angetreten und hatte viele Dinge im Kopf. Dann kam die Klarheit, meine Gefühle und die Erkenntnis, wer ich bin. Ich habe zu mir selbst gefunden.“ / Jörg Herzog

Fokus auf innere Stärke

„Zum Ende hat sich das Thema „Innere Stärke“ für mich herauskristallisiert mit allen Facetten, die dazugehören: Klarheit, Selbstliebe, Emotionen spüren, Achtsamkeit, bei sich sein.“ / Daniel Rogalsky


Konrad Schibli

Welche Erwartungen und Wünsche hattest du an diese Reise?
Ich habe mich erst ganz kurz vor der Reise angemeldet, fast schon gegen meinen Willen. Ich hatte großen Respekt davor, dass auf der Reise einiges passieren wird und dass ich in mich hineinschauen muss. Zudem war ich nicht wirklich abenteuererprobt. Zum Glück hatte ich ja gute Mentoren wie zum Beispiel Stefan oder meinen Freund Georgios, die mich persönlich angerufen haben. Auch die Mitstreiter aus meinem Unternehmertraining haben mich gepusht: „Das musst du machen! Da kommst du nicht drumherum!“ Da hatte ich keine Wahl mehr. Zum Schluss dachte ich noch: „3 Wochen weg vom Unternehmen – das geht nicht.“ Aber ich konnte doch alles so organisieren, dass es funktioniert: Als ich es wollte, war das plötzlich kein Thema mehr.

Hast du auf der Reise etwas erlebt, womit du nicht gerechnet hast?
Es ist schon sehr viel passiert. Ich bin ein stattlicher Mann und habe 8 Unternehmen aufgebaut, aber innerlich war ich immer noch der Koni, nicht der Konrad. Das konnte ich auf dieser Reise sehr gut ablegen. Alle aus der Gruppe haben mich bei der Wandlung unterstützt und täglich herausgefordert, als ich sie darum gebeten habe. Es gab einige prägende Momente im Canyon, wo ich ganz deutlich meine Kraft spürte und bewusst gesehen habe, was in mir steckt. So wurde der Löwe Konrad geboren und das war die entscheidende Wendung in meinem Leben. Mit Stefans Techniken habe ich diese Energie noch einmal verfestigt und konnte sie in meinen Alltag nach der Reise mitnehmen. Ich bin danach nur zwei- oder dreimal aus meiner neuen Rolle herausgefallen, aber das ist ganz normal. Heute, zwei Jahre später, erlebe ich den Löwen Konrad jeden Tag.

Was hat sich nach der Reise für Dich noch verändert?
Nach der Reise bin ich viel achtsamer geworden. Wir haben im Grand Canyon jeden Tag meditiert und das habe ich nach der Reise beibehalten. Ich habe zwar vor diesem Abenteuer auch schon Meditationsseminare besucht, aber durch die Reise hat sich meine Praxis verfestigt. Heute meditiere ich täglich 30 – 60 Minuten.

Würdest Ddu diese Reise einem befreundeten Unternehmer weiterempfehlen?
Ja, auf jeden Fall. Allerdings geht diese Seminarreise sehr tief, das Thema ist ja Persönlichkeitsentwicklung. Darum sollte sich ein Teilnehmer vor dieser Seminarreise genau überlegen, ob er sich wirklich in das Abenteuer stürzen will, sich selbst mit seinen Ängsten und Glaubenssätzen zu konfrontieren. Wer diesen Schritt wagt, kann seinen eigenen Löwen in sich entdecken.


Andrea Reutter

Erinnerst du dich an deine Erwartungen und deine Wünsche vor der Reise?
Ich bin ohne große Erwartungen losgefahren, das fand ich besser. Ich wusste, es wird ein Abenteuer für mich, direkt in der Natur. Ich war davon überzeugt, dass ich dort bei mir ankommen und mich intensiv wahrnehmen kann. Ich war neugierig auf meine Gedanken, auf meine Ideen, die daraus entstehen und auf den Austausch mit den anderen.

Haben sich die Ideen und Wünsche für dich erfüllt?
Ich habe erst gestern, als ich mich auf das Interview vorbereitet habe, meinem Mitarbeiter davon erzählt, wie gut mir die Seminarreise getan hat und wie mich die Erlebnisse heute noch bewegen. Als ich zurückkam, war mir zunächst nicht wirklich bewusst, was sich für mich alles verändert hat. Die Tage im Grand Canyon waren eine Reise zu mir selbst. Jetzt lasse ich mich längst nicht mehr so fremdbestimmen, erfülle eben nicht mehr nur das, was alle andere wollen – so wie ich das im Elternhaus gelernt habe – sondern ich spüre, was gut für mich ist und gehe dem nach. Also: Was gefällt mir? Was mache ich gerne? Was kann ich weitergeben?

Ich fand es gut, dass ich vorher nicht wusste, was alles auf mich zukommt. Solche Situationen reizen mich persönlich sehr. Ich möchte auch nicht die gleiche Reise wieder machen und wissen: Der Ablauf ist dann so und so. Das ist mir sehr wichtig.

Hast du auf dieser Reise etwas erlebt, womit du nicht gerechnet hast?
In eine solche Situation bin ich bereits am ersten Tag auf dem Colorado beim Rafting geraten. Ich war völlig entspannt, weil ich wusste: ich bin eine erfahrene Taucherin und weiß wie ich mich verhalten muss wenn ich ins Wasser falle. Aber nach einem Kentern bin ich direkt unter dem Boot mit der Rettungsweste festgeklebt und kam nicht mehr weg. Alles, was ich mit meiner Routine in dieser Situation versucht habe, hat nicht funktioniert. Allerdings bin ich nicht in Panik ausgebrochen, sondern war einfach überrascht: „Puh: mir geht echt die Luft aus.“ Es war so unwirklich.

Gleichzeitig war das Wissen, dass ich wieder hochkomme, tief in meinem Unterbewusstsein. Als ich durch den Sauerstoffmangel langsam in eine Art Dämmerzustand geriet, habe ich instinktiv das Richtige getan. Ich bin wieder aufgewacht, habe nur noch weiße, blubbernde Bläschen um mich herum gesehen. In diesem Moment habe ich gemerkt: „Jetzt bewegt sich etwas“ - nämlich ich mich selber - da wurde mir klar: „Du kommst jetzt wieder hoch.“ Und ich kam hoch. Es war ein ganz besonderes Erlebnis ohne dabei das Gefühl von Angst zu spüren.

Gibt es ein prägendes Erlebnis während dieser Reise?
Ja, und das hatte mit Angst zu tun. Wir waren im Canyon auf schmalen Wegen am Abgrund entlang unterwegs. Unsere Wanderführerin ist locker fidel rumgesprungen, so wie ich früher, als ich noch keine Höhenangst hatte. In Flip-Flops. Für mich war klar: „Wenn sie das mit Flip-Flops kann und ich habe meine Wanderschuhe an, dann bekomme ich das auch hin.“ Tatsächlich habe ich es geschafft, selbst eine sehr schmale Stelle direkt am Abgrund klappte gut für mich.

Etwas später, an einer einfacheren Stelle, packte mich die Höhenangst wie aus dem Nichts und blockierte mich vollkommen. Zum Glück war Stefan in der Nähe. Als ich ihm sagte: „Ich weiß nicht, wie ich da jetzt zurückkomme“, sah er mich nur ruhig an, ohne auf meine Angst zu reagieren. Er sagte gelassen: „Schau, hier ist der Bach und ein schmaler Streifen am Rand. Steh seitlich dort hin und dann stellst du, nach und nach, den linken neben den rechten Fuß – und so weiter. Genauso, wie wenn du am Berg stehst und an der anderen Seite geht es senkrecht runter.“ Obwohl ich es, trotz meiner Angst, irgendwie lächerlich fand, weil es nicht steil abwärts ging, bin ich seiner Anweisung gefolgt und war danach stolz auf mich, dass ich es geschafft habe.

An was erinnerst du dich besonders gerne zurück?
An einem Seitenarm des Colorado River gab es Wasserfälle. Wir waren so lustig drauf, dass wir um die Wette hochgeklettert sind um auf den Schwimmwesten herunter zu rutschen. Wir waren unbeschwert wie Kinder, die nur Spaß empfinden und Begeisterung. Das hat uns auf einer ganz eigenen Ebene miteinander verbunden. Das erlebt man als Erwachsener nicht so häufig.

Was hat sich nach der Reise für dich verändert?
Vor der Reise hatten sich bei mir große Änderungen angekündigt: Einmal die Trennung von meinem Lebenspartner und zusätzlich die Trennung von meinem Geschäftspartner. Trotzdem bin ich in den Grand Canyon gefahren. Die Erfahrungen dort haben mir die Kraft und Energie gegeben für die Aufgaben und Baustellen, die zu Hause auf mich warteten. Es war für mich klar, dass ich diesen Weg gehe, auch wenn das nicht immer leicht und schön für mich sein würde.

Allerdings hat es sehr lange gedauert – länger als ich dachte – denn ich musste sehr, sehr viel aufräumen. Einen Schlenker habe ich auch noch eingelegt, als ich einen zusätzlichen Mitarbeiter einstellte. Meine Vorstellung war, dadurch das nächste Ziel angehen zu können. Davon habe ich mich im vergangenen Herbst endgültig verabschiedet. Ich habe einen Cut gemacht und mit nur einem Mitarbeiter wieder neu angefangen. Ich mache jetzt nur noch Dinge, die für mich funktionieren und nach meinen Vorstellungen. Zum Beispiel habe ich mich vor kurzem entschieden, komplett auf digitale Technik umzustellen. Das ist richtig viel Arbeit, aber für mich macht es Sinn.

Außerdem achte ich noch mehr auf mein Umfeld und unternehme nur etwas mit Menschen, die zu mir passen. Von allen anderen verabschiede ich mich, wenn ich merke, dass sie mir nicht gut tun. Ich reagiere viel klarer wenn ich spüre, dass Menschen aus meinem Umfeld mich versuchen fremd zu bestimmen. Ich höre Sätze wie „Da musst du hin, du bist du doch eingeladen“ und entscheide: „Nein, mache ich nicht.“ Wenn es heißt: „Mensch, du arbeitest zu viel“, signalisiert mir mein Gefühl etwas ganz anderes: „Nein, ich arbeite nicht zu viel. Das ist mein Leben. Das macht mir Spaß.“

Würdest du diese Reise weiterempfehlen?
Ja, natürlich! Das hängt natürlich mit mir zusammen: Ich mag gerne Abenteuer, individuell zu reisen und individuelle Herausforderungen. Für mich war es wichtig, den Alltag hinter mir zu lassen - weg vom entsetzlichen Handy und allem, was damit verbunden ist. Der Abstand und Perspektivwechsel tat mir gut: nicht immer das Gleiche und Gewohnte tun. Für mich war diese Seminarreise auf alle Fälle beeindruckend und sie hat mir geholfen, meinen eigenen Weg zu gehen.


Ludwig Kitzinger

Mit welchen Erwartungen und Wünschen hast du die Reise angetreten?
In der Sekunde, als ich von der Reise hörte, war mir klar: Da muss ich hin! Das schenke ich mir zum 50. Geburtstag. In dem Moment bin ich einer inneren Stimme gefolgt, die sagte: „Mach das. Das wird DEIN Abenteuer.“ Für mich ist das ungewöhnlich, denn ich habe zwei starke gegensätzliche Werte: Abenteuerlust und Sicherheit. Meist gewinnt die Sicherheit. Doch bei dieser Reise entschied die innere Stimme anders. Und ich habe die Entscheidung nicht eine Sekunde bereut.

Haben sich deine Erwartungen erfüllt?
Unbedingt! Es war ein grandioses und einzigartiges Erlebnis: Abenteuer, Gemeinschaft, Selbstreflexion – von allem etwas. Ich bin an meine Grenzen gestoßen und über mich hinausgewachsen. Auch wenn es klischeehaft klingt, genauso empfinde ich das. Es waren unbeschreibliche Gefühle, von denen ich heute noch zehre und für die ich dankbar bin.

Hast du etwas erlebt, womit du nicht gerechnet hast?
Ja, das war der Verlauf der Einzelcoachings mit Stefan. Die haben etwas zutage gebracht, womit ich nicht gerechnet hatte: In mir lagen alte Glaubenssätze und Verletzungen aus meiner Kindheit und Schulzeit verborgen. Das war mir vorher überhaupt nicht bewusst. Durch das Coaching ist mir klar geworden, dass mich diese alten Glaubenssätze in meinem bisherigen Leben ausgebremst haben. Im Canyon habe ich angefangen, mit Stefans Tools zu arbeiten und konnte so die schädlichen Glaubenssätze überwinden. Wie bist du in den Grand Canyon hineingegangen und wie bist du aus ihm herausgekommen?
Im Grand Canyon hatte ich eine große Erkenntnis: Bisher war ich häufig nur ein passiver Teilnehmer meines eigenen Lebens. Mit Hilfe von Stefans Übungen habe ich das erkannt und überwunden.

In den Übungen habe ich regelmäßig bestimmte Schlüsselsituationen aus der Vergangenheit reflektiert und in meinem Tagebuch notiert: Was ist geschehen? Wie habe ich reagiert? Wie habe ich mich gefühlt? Anschließend habe ich überlegt, wie ich hätte anders reagieren können und konnte so das Vergangene aufarbeiten.

Die Zeit im Canyon hilft mir heute in wichtigen Situationen einen anderen Blickwinkel einzunehmen. Ich entscheide völlig anders und bin nun endlich aktiver Gestalter meines Lebens. Den Grand Canyon habe ich als ein anderer Ludwig verlassen.

An was erinnerst du dich besonders gerne zurück?
Einerseits ist natürlich die Natur beeindruckend: Du fährst durch den Grand Canyon, links und rechts teilweise 1,5 Kilometer hohe, rote Felswände. Dann der Fluss. Stellenweise ist er ruhig wie ein See, doch schon hinter der nächsten Biegung donnert er mit unbändiger Gewalt durch die Felsen. Du fühlst dich gleichzeitig frei und demütig.

Dann das Erlebnis im Little Colorado: Wir sind die Felsen hochgelaufen und haben uns anschließend auf unseren Schwimmwesten runtergleiten lassen. Das war aufregend und faszinierend.

Sehr gerne erinnere ich mich an den Gruppen-Zusammenhalt, die neuen Freundschaften und die guten Gespräche. Das lag natürlich auch an der speziellen Situation. Wir waren ja völlig weg von E-Mail, Telefon und sonstiger Elektronik, die dazwischenfunken kann.

Gibt es ein Erlebnis, das dich besonders beeindruckt hat?
Ja, das war am vorletzten Tag. Da ging es um den Lava Fall, den größten Rapid auf unserer Route. Jeder Teilnehmer wollte da im Schlauchboot durchfahren. Auch ich wollte unbedingt dabei sein. Allerdings bin ich nicht so sportlich. Also habe ich 10 Tage lang hart dafür gekämpft. Ich habe mich täglich durch die Paddel-Sessions gequält und mich richtig reingehängt.

Schließlich standen dann ein anderer Teilnehmer und ich zur Diskussion um den letzten freien Platz. Zu meiner Überraschung sagte er: „Der Ludwig, der wünscht sich das dermaßen und er hat so hart dafür trainiert. Darum gebe ich ihm den Vorrang.“ Diese große Geste hat mich tief bewegt. Und ich spürte, dass es sich lohnt, auch für ein scheinbar unerreichbares Ziel zu kämpfen. Das war ein weiteres Initial, mein Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Hat sich nach der Reise etwas für Dich verändert?
Sehr viel sogar. Ich bin gelassener und kraftvoller geworden. Außerdem kann ich besser mit schwierigen Situationen umgehen.

Im Rapid gab es ein weiteres Schlüsselerlebnis. Wir kenterten und waren der Strömung ausgeliefert. Ich dachte: „Schau, das Leben kann jeden Augenblick vorbei sein.“ Seitdem nehme ich Kleinigkeiten nicht mehr so wichtig und lebe mehr im Moment.

Das andere waren die täglichen Meditationen. Die waren schon Hausaufgabe im Unternehmertraining. Doch ich hatte das bis dahin nicht so konsequent umgesetzt. Im Grand Canyon war dann täglich eine Stunde meditieren angesagt. Die Höhlen, der Strand und der Grand Canyon boten eine so stille Umgebung, dass ich mich auf die Meditation einlassen konnte. Die tägliche Meditation hat mich zur Ruhe gebracht und ich habe sie bis heute als festes, tägliches Ritual beibehalten.

Würdest du einem befreundeten Unternehmer die Seminarreise weiterempfehlen?
Auf jeden Fall! Nicht im Sinne von: „Mach das mal, dann schaffst du mehr Umsatz.“ Sondern als Lebensschule für Unternehmer. Du arbeitest an dir und mit dir. Das hat Auswirkungen darauf, wie du zukünftige Entscheidungen triffst, welche Ziele du dir setzt und was du tust, um diese Ziele zu erreichen. Damit hat die Seminarreise natürlich auch positive Auswirkungen aufs Geschäft. Doch das steht nicht an erster Stelle.

Möchtest du noch abschließend etwas erzählen?
Die Reise ist lebensverändernd, hochgradig emotional und von nachhaltiger Wirkung. Gerade vorhin habe ich mir überlegt: „Würde ich das wieder machen?“ Ja, das würde ich! Mein Ziel ist, mit 60 Jahren diesen Ort noch einmal zu besuchen.


Tanja Wellstein

Welche Erwartungen und Wünsche hattest du vor der Reise?
Mir war klar, dass ich mich und meine persönliche Situation verändern wollte. Hauptsächlich wollte ich wissen, wie ich mich selbst besser führen kann. Natürlich hat mich auch das Abenteuer gelockt: Mit dem Boot weite Strecken zurückzulegen, das Übernachten auf einer Pritsche unter freiem Himmel – all die Dinge, die mich Überwindung kosten und mich an die eigene Grenze bringen.

Haben sich deine Erwartungen und Wünsche auch erfüllt?
Ja, definitiv. Eigentlich schon direkt zu Beginn der Reise. Da waren wir mittags bei einer Wanderung an einem Wasserfall und mussten eine kleine Höhle durchqueren. In dieser Situation hatte ich zunächst Angst und habe an mir gezweifelt, aber mit der Hilfe der anderen bin ich da durch gegangen. Das war für mich ein absolutes Schlüsselerlebnis: Die kleine Tanja ist vorne in den Wasserfall rein und die große Tanja kam hinten aus dem Wasserfall wieder raus. Ein richtiger Gänsehautmoment für mich, auch heute noch.

Hast du etwas erlebt, womit du nicht gerechnet hast?
Auf jeden Fall, denn ich bin normalerweise jemand, der komplett nur im Dunkeln schlafen kann. Und dann lag ich im Grand Canyon auf meiner Pritsche unter freiem Himmel, die Sterne leuchteten und trotzdem habe ich teilweise besser geschlafen als zu Hause. Ich habe absolut nicht damit gerechnet, dass das so gut funktioniert.

Magst du mir von deinem prägendsten Erlebnis auf dieser Reise erzählen?
Das war auch auf einer Wanderung, auf der wir einen fünf Meter langen, ganz schmalen Pfad entlangliefen, wo es links den Berg hochging und rechts den Abgrund runterging. Da habe ich lange mit mir gehadert, ob ich überhaupt mitgehen soll. Aber die anderen haben mir Mut zugesprochen und ich habe mich doch überwunden. Wir sind dann gelaufen und gelaufen und irgendwann fragte ich, wann denn diese enge Stelle käme? Und zu meinem Erstaunen meinten die anderen, dass wir schon längst durch seien. Das war für mich auch so ein Aha-Moment: Nicht an das Schlimmste zu denken, sich nicht schon vorweg zu viele Gedanken zu machen und einfach an mich zu glauben, dass ich das schaffe.

Würdest du sagen, das ist etwas was heute immer noch nachklingt nach deiner Reise?
Ja, immer mal wieder - oft auch in ganz alltäglichen Situationen. Mein Mann und ich machen zum Beispiel öfters E-Bike-Touren. Es gab dann mal eine Situation, in der ich eine ganz steile Straße runterfahren musste und in mir wieder die Angst hochkam. Auf einmal schoss mir der Gedanke in den Kopf: „Nein, Stopp, du bist die große Tanja und die große Tanja kann hier ganz normal die Straße runterfahren.“ Mit diesem Gedanken hat sich auf einmal alles gelöst und ich konnte diese steile Straße angstfrei runterfahren.

An was erinnerst du dich denn ganz besonders gerne zurück?
Auf jeden Fall an den Gruppenzusammenhalt. Es gab kein richtig, kein falsch - jeder ist auf den anderen eingegangen, jeder hat auf den anderen aufgepasst. Das ganze Erlebnis in der Gruppe war einfach einzigartig.

Was hat sich nach deiner Reise für dich verändert?
Für mich hat sich ganz viel verändert. Das Endziel, welches ich mir vorstelle, habe ich noch nicht ganz erreicht. Aber ich nähere mich Schritt für Schritt. Beispielsweise habe ich im vergangenen Jahr eine Mitarbeiterin zur Geschäftsführerin gemacht, sodass ich mich nach und nach aus dem normalen Tagesgeschäft zurückziehen kann.
Denn eine Erkenntnis dieser Reise war, dass ich den Beruf, den ich ausübe, nicht mehr 100% mit Leidenschaft mache und lieber etwas anderes machen möchte.

Würdest du diese Reise einem befreundeten Unternehmer weiterempfehlen?
Ja, auf jeden Fall. Mir hat diese Reise geholfen, zum ersten Mal richtig in mich hineinzuhorchen: Wie geht es mir? Wie kann ich mit einer Situation umgehen? Dabei habe ich ganz viel über mich persönlich gelernt. Meiner Meinung nach, gibt es viele Seminare für Unternehmer, die sich mit Sach-Themen beschäftigen, wie zum Beispiel Finanzen. Viel zu oft bleibt der Mensch dabei auf der Strecke, während in dieser Seminarreise der Mensch im Mittelpunkt steht.

Gibt es noch etwas, was du abschließend über diese Reise sagen möchtest?
Ja, ich hätte diese Reise schon ein Jahr früher machen sollen. Ich habe immer wieder darüber nachgedacht, gerade auf den Seminaren bei Stefan, aber ich glaube einfach, ich war noch nicht so weit. Schließlich habe ich mich getraut und erzähle heute noch mit großer Begeisterung Freunden und Bekannten davon. Ich habe auch hier in meinem Büro ein Bild hängen, welches ich im Canyon gemacht habe. So ist diese Reise für mich jeden Tag präsent.